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Wärmedämmung bei Fenstern - Der U-Wert ist entscheidend

Wer mit dem Gedanken spielt, das Glas an Wintergärten oder Fenstern zu erneuern, der wird feststellen, dass dies heute ein Hightech-Produkt ist. Es lässt im besten Fall nicht nur möglichst viel Licht herein, ist Schall isolierend und einbruchsicher, sondern weist auch noch hervorragende Wärmedämmeigenschaften auf. Eigenheimbesitzer müssen sich daher umfassend informieren, welches Glas für Fenster und Wintergärten verwendet wird, was der so genannte „U-Wert“ eigentlich aussagt und ob sich die Investition in einen Austausch wirklich lohnt.

Wärmedämmung bei Fenstern - Der U-Wert ist entscheidend

Das Glas an sich ist bei Fenstern und Wintergärten das entscheidende Elemente im Bezug auf die Wärmedämmung. Hierfür wird heute hauptsächlich Isolierglas verwendet. Dies besteht aus zwei oder drei Glasscheiben, die miteinander verbunden sind. Mittels eines Abstandshalters und einem Dichtstoff werden diese zusammengefügt. In den Abstandshaltern befindet sich ein Trocknungsmittel, das ein Schwitzen und Beschlagen der Fenster verhindert.

Zusätzlich befindet sich ein „Füllgas“ zwischen den Glasscheiben. In der Regel ist dies Luft oder ein Edelgas-Luft-Gemisch. Hier gilt: Je größer der Abstand zwischen den Scheiben ist, desto größer ist die Wärmedämmung der Verglasung - bis zu einem bestmöglichen Wert.

Bei Wintergärten setzen die Handwerker in der Regel ein Glas ein, das zusätzlich eine kaum wahrnehmbare Beschichtung erhält. Mittels dieser Beschichtung kann die Rückstrahlung von Infrarot-Wärmestrahlung zurück in den Innenraum des Wintergartens erhöht werden.

Was ist eigentlich dieser U-Wert?

Wie gut die Wärmedämmeigenschaften eines Fensters oder auch einer Fassade sind, gibt ein Wärmedurchgangskoeffizient an, meist nur „U-Wert“ genannt. Das „U“ stammt aus dem englischen Begriff „unit of heat transfer“ und bedeutet übersetzt: Einheit des Wärmedurchlasses. Der U-Wert gibt an, wie viel Leistung (Watt) ein Fenster, eine Tür, ein Rolladenkasten oder auch eine Fassade pro Quadratmeter nach Außen abgibt und zwar bei einem Temperaturunterschied von einem Grad Kelvin (ca. 1 Grad Celsius). Das heißt: Je geringer der angegebene U-Wert auf einem Produkt ist, desto weniger Wärme entweicht aus dem Gebäudeinneren nach draußen, desto besser sind damit die Dämmeigenschaften des Produktes.

Enorme Entwicklung, aber auch hohe Investitionskosten

Die Entwicklung der Wärmedämmeigenschaften war in den vergangenen Jahrzehnten enorm. In den 70er Jahren waren einfach verglaste Fenster üblich. Diese erreichten einen U-Wert von rund 4,7 bis 6,2. Bis Mitte der 90er Jahre setzte man meist noch unbeschichtetes, doppelt verglastes Isolierglas ein, das einen U-Wert von etwa 3,0 aufwies. Heutige moderne Scheiben aber bieten weitaus niedrigere Werte und damit deutlich bessere Dämmeigenschaften. Werte zwischen 0,8 und 1,1 sind inzwischen Standard.

Die Kosten für diese hochwertigen Fenster sind jedoch erheblich. Für ein durchschnittlich großes Fenster mit guten Dämmeigenschaften (rund 1,0 U-Wert) inklusive Rahmen sollten ca. 400 Euro eingeplant werden. Und so stellt sich jeder Eigenheimbesitzer zwangsläufig die Frage, ob sich diese Investition überhaupt für ihn lohnt. Genau berechnen lässt sich dies aber nur, wenn man den tatsächlichen U-Wert der aktuell verbauten Glasscheiben kennt.

Messgerät gibt auch mögliche Energieeinsparung an

Um diesen an Fenster- und Fassadenglas sowie Dachverglasungen zu ermitteln, können Hausbesitzer auf ein Messgerät namens „Uglass“ zurückgreifen. Dieses besteht aus zwei Saugpumpen, die an der Innen- und Außenseite der Verglasung angebracht werden. Ein integrierter Sensor heizt eine der Scheiben einseitig auf. Durch die entstehende Temperaturerhöhung auf der anderen Glasseite wird dann der tatsächliche U-Wert ermittelt. Das Messgerät bietet damit eine Möglichkeit, die Angaben des Herstellers bezüglich der Wärmedämmeigenschaften zu überprüfen.

Das Messgerät hat aber noch einen weiteren Vorteil. Es kann dem Nutzer auch anzeigen, wie viel Energie eingespart werden kann, wenn das gerade vermessene Fenster gegen einen bestimmten anderen Typ ausgetauscht wird. Wer sich also unsicher ist, ob er wirklich in neue Fenster investieren soll, kann eine mögliche Energieeinsparung recht einfach berechnen und so exakt kalkulieren.